cmder

Der cmder belegt mit Platz eins zurecht einen Ehrenplatz in meiner Taskleiste. Hier im Blog habe ich ja schon mehrfach über die aufgebohrte Kommandozeile geschwärmt. Und möchte nun im Rahmen meiner Toolparade etwas ausführlicher werden.

In meiner Funktion als Systemadministrator habe ich auch einige Linux Server zu betreuen, diese bringen von Haus aus nicht viel mehr als eine Shell mit und wollen über selbige auch bedient werden. Ebenso wollen Router und Firewall neben der GUI über eben diese Shell konfiguriert werden. Nach kurzer Eingewöhnung lernt man die Schnelligkeit der Konfigurationsmöglichkeiten und Eleganz mehr als zu schätzen. Und zurück am heimeligen Windows-PC öffnet man die Kommandozeile cmd.exe und wünscht sich etwas mehr Komfort.

Und genau da setzt cmder an, was genau dieser alles bietet lest ihr am besten auf der Webseite nach. Ich will hier nur die Features rauspicken, die für mich den echten Mehrwert darstellen.

Copy&Paste, ja mit STRG+C und STRG+V oder mit der Maus markieren und gleich in der Zwischenablage haben. Mit der linken Maustaste einmal klicken und schon ist der Text eingefügt. Unter Linux längst kein Thema und dank cmder nun auch unter Windows möglich.

Aliase, ein weiteres clink-Feature welches ich nicht mehr missen möchte. Komplizierte Befehlsaufrufe einfach mit einem Alias versehen und schwups, spart man sich jede Menge Tipparbeit. Ein nettes Beispiel ist die Navigation in komplexen Ordnerstrukturen, so kann man mit


alias ..=cd ..
alias ...=cd ..\..

ziemlich schnell navigieren, da man nur noch zwei oder drei Punkte tippen muss.

Tools, fest integriert ohne Schnickschnack. Git, SSH und VIM. Ganz ehrlich, diese Tools will man benutzen und nicht erst ewig installieren oder konfigurieren und PATH-Variablen setzen usw. Weiter aufgebohrt wird das Ganze mit den vertrauten Helferlein aus der Unix-Welt wie less, more, ls, grep, cat, touch, …

Autocomplete, per Tabulator-Taste wird der Pfad automatisch vervollständigt mit dem abschließenden Backslash. Dieser kleine Unterschied macht das Navigieren im Gegensatz zur CMD zum Kinderspiel. Mit zweimal Tab wird eine Liste der möglichen Befehle dargestellt. Ganz nützlich für Ordnernamen aber auch Befehle von Tools werden dabei unterstützt, z.B. Git, Vagrant, npm oder man schreibt sich selbst einen clink-Parser.

Zusammengefasst: ein potentes kleines Helferlein, welches ich bei meiner täglichen Arbeit nicht mehr missen möchte. Sicher gibt es die ein oder andere Ecke, wie bei „fast“ jeder Software, aber hier bleibt die Hoffnung auf einen Fix in einem späteren Release.

Ein Gedanke zu „cmder“

  1. Hey Hallo,
    Cmder mag ich auch recht gern nur wenn man z.B. Webpack laufen lässt, macht Cmder schlapp da die Konsole blank bleibt. Da ist putty leider noch unschlagbar. Oder hat wer eine Idee das zu fixen?

    Aber definitiv ein guter Helfer.

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